:(
Bin so unfassbar traurig, alles in mir zieht sich zusammen, ich kriege kaum Luft vor lauter Kummer.
Habe versucht, immer noch mehr machen, besser zu werden, Gespräche zu führen, freundlich zu sein, streng zu sein, mich abzugrenzen, Verständnis aufzubringen, versuchen, zu erklären, versuchen das einfach hinzunehmen, for the sake of everything.
Jetzt ist es aus und mein Herz verbrennt. Seit 1996, mit kleineren Unterbrechungen, war ich Teil davon. Aktiv. Passiv noch viel länger, da sind es nahezu fünfzig Jahre.
Wie soll ich das verkraften? Gerade fühlt es sich so an, als wäre das der impossible task. Mir ist jedoch klar, dass ich nicht alleine bin damit, viele Menschen müssen viele extreme Verluste verkraften, immer wieder, überall.
Resilienz durfte ich lernen, das ist der Schatz, den ich durch die Erkrankung mitbekommen habe.
Die Hoffnung aufzugeben war schwer und so endlos schmerzhaft, dass ich jetzt, wo es getan ist, vor Kummer fast implodiere, denn die Hoffnung war unter den widrigsten Umständen immer wieder neu gekeimt, ich fütterte sie mit Freundlichkeit und Entgegenkommen und mich selbst in den Hintergrund drängen, sie wurde von mir genährt und gepflegt, aus der Asche hervorgehoben, fast jeden Tag aufs Neue, in sie ist soviel Herzblut geflossen, so viel Zeit, soviel Energie, dass es mich auf ein extrem massereiches, winziges Teilchen verdampft gerade, sie ziehen zu lassen.